Gerichtlich angeordnete Psychotherapie bzw. therapeutische Massnahmen für Jugendliche und Erwachsene

Forensische Therapie: Deliktprävention mit Rückfallmanagement

In manchen Fällen kann durch ein Gericht oder eine Jugendanwaltschaft eine sogenannte therapeutische Massnahme angeordnet werden. Damit wird der Betroffene dabei unterstützt, zukünftig deliktfrei leben zu können. Dazu gehört bspw. auch die Förderung von Introspektionsfähigkeit, Persönlichkeitsentwicklung und Konfliktlösungsstrategien.

Auch auf freiwilliger Basis ist eine Behandlung präventiv möglich. Therapeutische Massnahmen können oftmals ganz oder teilweise ambulant durchgeführt werden. Formal gibt es einen wichtigen Unterschied zur allgemeinen psychologischen Psychotherapie. Es erfolgt eine enge Abstimmung mit der zuständigen Behörde sowie eine regelmässige Berichterstattung an diese. Der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen Patient und Therapeut muss sich durch diese transparent gehaltene Tatsache nicht erschweren.

Konsequente Ausrichtung auf Deliktprävention und Risikoabklärung

Die Inhalte und der Ablauf sind ähnlich denen der Psychologischen Psychotherapie. Den Schwerpunkt einer forensischen Therapie bildet allerdings immer eine konsequente Ausrichtung auf Deliktprävention mit einem entsprechenden Rückfallmanagement. Zudem gehört eine kontinuierliche Risikoabklärung zu dem deliktpräventiven Vorgehen, auch mittels standardisierter Verfahren. Für eine Forensische Therapie ist unter anderem auch eine umfassende Aktenkenntnis sowie ein transparenter Umgang mit der eingeschränkten Schweigepflicht gegenüber der Behörde notwendig.

Falls erforderlich und mit Zustimmung des Betroffenen kann es zudem sinnvoll sein, nahe Angehörige wie den Lebenspartner oder die Eltern mit in Gespräche einzubeziehen.

Die Übernahme der Kosten für diese Behandlungen muss vor Beginn der Behandlung mit der zuständigen Behörde besprochen werden. Bitte kontaktieren Sie mich für weitere Nachfragen oder Absprachen telefonisch oder per E-Mail.